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Abschlusskonferenz des BMWi-„Zukunftsprojektes Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland“ in der Jugendherberge Wittenberg

Am 10. November 2014, an Martin Luthers 531. Geburtstag, kamen in der Jugendherberge Wittenberg zahlreiche Experten und Akteure des Kinder- und Jugendtourismus aus ganz Deutschland zur Themenkonferenz „Wirtschaftspotential und Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Lutherdekade“ zusammen.

Foto v.l.n.r.: Carsten Passin (Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt), Markus Seibold (dwif-Consulting), Bernd Dohn (Deutsches Jugendherbergswerk), Gundula Seibt (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Astrid Mühlmann (Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“), Dennis Peinze (BundesForum Kinder- und Jugendreisen), Burkhard Fieber (Staatskanzlei Sachsen-Anhalt).

Ihr Ziel: Sich auszutauschen und Anregungen für die Gestaltung von Programmen zur Lutherdekade speziell für junge Zielgruppen zu sammeln. Die Themenkonferenz, die letzte einer Reihe von Konferenzen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, war zugleich Abschluss des BMWi-„Zukunftsprojektes Kinder- und Jugendtourismus“, das unter Trägerschaft des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) steht. Die Themenkonferenzen wurden vom BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. organisiert, im Auftrag des Deutschen Jugendherbergswerks – Hauptverband.

Ziel des Projektes ist es, Deutschland als Reiseland für
Kinder- und Jugendtourismus noch besser zu positionieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Burkhard Fieber, Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, Leiter der Abteilung Internationale Zusammenarbeit, EU-Angelegenheiten, Protokoll, Medienpolitik eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort.
Angebotsformate für Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen der Lutherdekade
Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des DJH, und Tourismusexperte Markus Seibold von der dwif-Consulting GmbH München stellten den Konferenzteilnehmern zunächst zentrale Ergebnisse des zweijährigen BMWi-Zukunftsprojektes (Herbst 2012 bis 2014) vor. Das Fazit: Der Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland birgt im Inland wie auch bei ausländischen Gästen noch ein erhebliches Marktpotential. Zu diesem Ergebnis kam eine umfangreiche Grundlagenstudie zum Nachfrageverhalten junger Reisender, aus der sich auch Zukunftstrends und Erfolgskriterien für Reiseangebote ableiten lassen. Wie dieses Potential besser genutzt werden kann, darüber diskutierten rund 400 Experten von über 120 Organisationen zu unterschiedlichsten Frage-stellungen des Kinder- und Jugendtourismus auf thematischen Konferenzen.

So auch in Wittenberg: Thematisch ging es um Kinder- und Jugendreisen zur Lutherdekade. Astrid Mühlmann, stellvertretende Leiterin der staatlichen Geschäftsstelle „Luther 2017“, zeigte den Teilnehmern in ihrem Fachvortrag „Junge Wege zu Luther“ mögliche Zugänge zu jungen Zielgruppen auf. Carsten Passin, Projektleiter „Denkwege zu Luther“ in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V., referierte über religionsphilosophische Projektwochen für Schulen und Berufsschulen. Nach einem Spaziergang der Konferenzteilnehmer  zur berühmten Thesentür ging es um „Best Practice-Beispiele“. Florian Mädicke von der Jugendherberge Wittenberg präsentierte Angebotsformate für Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen der Lutherdekade wie beispielsweise die Klassenfahrt „Das Mittelalter hautnah entdecken. Auf Luthers Spuren…“ Die Jugendherberge Wittenberg, die sich im Gebäudekomplex von Schloss Wittenberg befindet, ist für die Lutherdekade bestens vorbereitet.
Im Tonnengewölbe des historischen Gebäudes wurde kürzlich ein „Lutherkeller“ eingerichtet. In dem neuen Veranstaltungsraum haben Originalrequisiten und Gegenstände des Filmes "Luther" ihr neues zu Hause gefunden und präsentieren sich in historischem Ambiente. Zudem befindet sich die „Thesentür“, an die Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Schlossportal schlug, nur 20 Meter entfernt. Den Abschluss der Themenkonferenz bildeten Workshops zur Angebotsentwicklung für Unterkünfte sowie zu den Möglichkeiten im Marketing für Unterkünfte und Veranstalter.
Schwerpunktthemen der vorausgegangenen Konferenzen waren „Von barrierefrei bis zu Inklusion“, „Erfolgsmodelle im Outgoing“ und „Qualifizierung Mitarbeitender“, „Regionale Netzwerke“, “Destination Großstadt“, „Incoming (für Gruppen)“ sowie „Tourismus im ländlichen Raum.“
Studienergebnisse und Marktdaten erstmals als BMWi-Broschüre erhältlich. Noch nie zuvor wurde der Kinder- und Jugendreisemarkt so aktuell und umfassend analysiert. „Wenn wir die Ergebnisse des Projektes betrachten, können wir zweifelsohne von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Wir haben den Grundstein für eine Zu-sammenarbeit der Akteure am Kinder- und Jugendreisemarkt gelegt. Jetzt ist der Moment gekommen, dass wir alle gezielt daran arbeiten müssen, damit der Erfolg andauert“, resümiert Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des DJH. Aus den Ergebnissen des Projektes wurden ein Anforderungskatalog sowie Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung entwickelt. Sie werden nun dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages übergeben. Sämtliche Marktdaten und Untersuchungsergebnisse sind in der BMWi-Broschüre „Zukunftsprojekt Kinder- und Jugendtourismus“ zusammengefasst. Sie wurde heute auf der Konferenz der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt und enthält wertvolle Anregungen für die Akteure des Kinder- und Jugend-tourismusmarktes. Unter www.kinder-und-jugendtourismus.desteht die Broschüre zum Download bereit, über www.bmwi.de kann sie auch als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Auszüge aus der Grundlagenstudie zum Thema der Abschlusskonferenz: