Aktuelle News zum Thema Kinder- und Jugendreisen auf: www.JugendreiseNews.de

News Details

Antrag Mecklenburg-Vorpommerns für barrierefreie Beipackzettel

Potsdam. Beipackzettel von Medikamenten sollen künftig besser für blinde und sehbehinderte Menschen zu lesen sein. Die Konferenz der Gesundheitsministerinnen und –minister aus Bund und Ländern (GMK) hat sich in Potsdam am Donnerstag darauf geeinigt, die Hersteller von Arzneimitteln stärker in die Pflicht zu nehmen.

"Bereits seit dem Jahr 2005 sind die Pharma-Konzerne verpflichtet, barrierefreie Informationen über ihre Produkte bereitzustellen. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Verpflichtung ist bislang nicht ausreichend", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Gesundheit, Nikolaus Voss.

 

Die Gesundheitsministerkonferenz hat auf Antrag Mecklenburg-Vorpommerns das Bundesgesundheitsministerium gebeten, für barrierefreie Beipackzettel zu sorgen und entsprechende Schritte einzuleiten, um die Hersteller in die Pflicht zu nehmen.

 

Bereits in der Landtagssitzung vor einer Woche hatte Sozialministerin Manuela Schwesig deutlich gemacht, dass die bisherigen gesetzlichen Vorschriften den Herstellern keine konkreten Vorgaben über die Form der Informationen machen. Die Beratung und Aufklärung von Ärzten und Apothekern reicht in der Regel nicht, um blinden und sehbehinderten Menschen ausreichend Klarheit über den Inhalt und die Wirkungsweise von Medikamenten zu geben.