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Bundesweites Netzwerk „JIVE – Jugendarbeit international Vielfalt erleben“ traf sich in Berlin

Am 24. und 25. Juni 2014 hat die Nachhaltigkeitskonferenz der jugendpolitischen Initiative „JIVE – Jugendarbeit international Vielfalt erleben“ in Berlin stattgefunden, heißt es einer Pressemitteilung der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit in Deutschland (IJAB e.V.). Die Veranstaltung wurde von der IJAB und JUGEND für Europa (Nationale Agentur Erasmus+) organisiert. Ziel der Veranstaltung war neben der Auswertung der 8 Teilinitiativen neue Wege zur Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit zu erarbeiten und neue Akteure für den bundesweiten Prozesses zu gewinnen.

Die vom BundesForum Kinder- und Jugendreisen durchgeführte Teilinitiative Inklusion International wurde von Manfred Fuß (BundesForum Kinder- und Jugendreisen) und Martina Drabner (BAG Katholisches Jugendreisen) auf dem Markt der Möglihckeiten vorgestellt. Dabei ging es darum, den Teilnehmenden den direkten Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Außerdem wurden in einer Podiumsdiskussion die Erfolge, Wirkung und nächste Schritte einzelner Teilinitiativen besprochen. In der Teilinitiative „Jugendsozialarbeit macht mobil“ hat erstmalig eine trägerübergreifende Kooperation stattgefunden, was von allen als Bereicherung empfunden wurde. Ein deutliches Signal für JIVE findet sich im Koalitionsvertrag, in dem die Internationale Jugendarbeit als Schwerpunkt für die Legislaturperiode definiert wurde.
In fünf Workshops wurden jeweils Praxisbeispiele vorgestellt, von persönlichen Erfahrungen berichtet und aktuelle Fragestellungen diskutiert. Die Workshop-Themen waren: Diversitätsbewusste Internationale Jugendarbeit, Träger- und sektorübergreifende Partnerschaften und Netzwerke, Internationale Jugendarbeit als Integraler Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe, Sichtbarmachung und Anerkennung sowie Übergang Schule-Beruf.

Die Einordnung der Konferenz in aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Internationalen Jugendarbeit erfolgte durch Albert Klein-Reinhard, Referent für Internationale / Europäische Jugendpolitik im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die zwei Tage der Nachhaltigkeitskonferenz bargen viele, interessante Anregungen. Dennoch konzentrieren sich alle Anstrengungen darauf, allen jungen Menschen die Zugänge zur Internationalen Jugendarbeit als nicht-formales Bildungsangebot zu ermöglichen. Eine besondere Rolle spielen dabei die Fachkräfte. Nicht nur der Jugendarbeit, auch in den Schulen, den Jobcentern, den Kammern, etc. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Angebote so zu gestalten, dass sie angenommen werden. Das bedeutet eine inhaltliche und organisatorische Auseinandersetzung mit vorhandenen Formaten. Dies kann in den Kommunen gelingen, weil dort die träger- und sektorübergreifende Zusammenarbeit direkt möglich ist. Dafür ist die Verankerung der Internationalen Jugendarbeit als Handlungsgrundlage vor Ort nötig. Der Lebensraum junger Menschen ist nicht mehr nur Deutschland, sondern auch Europa. Diese Vermittlerrolle zwischen den Jugendlichen und Europa kann nicht nur durch den Bund und die Länder mit der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschehen. Regionen und Kommunen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und jungen Menschen ermöglichen, Europa mitzugestalten.