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Essener Verein bezev erhält Preis für inklusives Engagement

Die Essener Organisation bezev hat am vergangenen Samstag den Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie „Internationales“ erhalten. Das ausgezeichnete Projekt „weltwärts alle inklusive“ zeigt, wie internationale Freiwilligendienste inklusiv gestaltet werden können, damit auch Menschen mit Behinderung teilnehmen können, heißt es in einer Pressemitteilung von bezev.

Seit 2012 berät und entsendet bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) junge Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigung, die sich in Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas engagieren wollen. Die Freiwilligen arbeiten für acht bis zwölf Monate ehrenamtlich in Projekten mit. Für junge Menschen mit Beeinträchtigung können sich viele verschiedene Barrieren ergeben, wenn sie ehrenamtlich im Ausland arbeiten möchten. Welche Herausforderungen und Lösungen gibt es zum Beispiel, wenn ein Rollstuhlfahrer für ein Jahr nach Ghana ausreisen möchte? Wie werden die Mehrbedarfe finanziert? bezev bietet außerdem Schulungen und Fortbildungen für Organisationen an, die ihren Freiwilligendienst ebenfalls inklusiv gestalten möchten.
bezev ist anerkannte Entsendeorganisation für den Freiwilligendienst „weltwärts“. Das ist ein gefördertes Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit „weltwärts“ können junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahre einen Freiwilligendienst machen. Wer eine Behinderung oder Beeinträchtigung hat, kann sich bis zum Alter von 30 Jahren bewerben. Die Freiwilligen können sich beispielsweise in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umweltschutz, Menschenrechte oder Sport engagieren. Für das nächste Jahr sucht bezev noch Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Beeinträchtigung/ Behinderung, die einen solchen Freiwilligendienst im Ausland machen wollen. Die Bewerbungsfrist für eine Ausreise im Sommer 2016 endet am 30. September 2015.

Der Inklusionspreis NRW wurde dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. Sozialminister Guntram Schneider zeichnete damit zehn innovative Projekte aus, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung konkret voranbringen. Es hatten sich insgesamt 275 Initiativen beworben.
Weitere Informationen finden Interessierte mit den Links.

21.9.15