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Fairen Wettbewerb und hürdenfreie Mobilität gefordert

Der VDR Verband Deutsches Reisemanagement e.V. hat seine politischen Forderungen überarbeitet und in einem Positionspapier zusammengefasst. Von der neuen Bundesregierung erwartet der GeschäftsreiseVerband ein Umdenken, unter anderem bei der Luftverkehrssteuer, der Übernachtungsabgabe und beim Emissionshandel heißt es in einer Pressemitteilung des VDR.

Ein zentrales Anliegen des GeschäftsreiseVerbands ist die sichere Verwendung von Reisedaten. Der VDR setzt sich seit Jahren – unter anderem vor dem Bundeskartellamt und bei der Europäischen Kommission – für die transparente und sichere Verarbeitung von Reisedaten ein. In diesem Zusammenhang fordert der Verband eine verbindliche Definition der Eigentumsrechte an Reise- und Buchungsdaten, deren Sammlung und Verarbeitung ausschließlich durch zertifizierte Stellen sowie eine befristete Aufbewahrung der Daten.

 

Ein wichtiges Anliegen des VDR ist die Abschaffung der Luftverkehrssteuer. „Die Abgabe führt nicht nur zu höheren Kosten der geschäftlich bedingten Flugreisen, sie belastet die gesamte deutsche Flugbranche“, sagt Dirk Gerdom, Präsident des Verbands. „Weil Passagiere ausweichen, verzeichnen grenznahe Flughäfen weniger Reisende und deutsche Fluggesellschaften sind im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz im Nachteil.“

 

Wettbewerbsverzerrend für europäische Airlines wirkt sich auch der Emissionshandel in der Luftfahrt aus. Aufgrund des internationalen Drucks hat die Europäische Kommission den Handel zwischen EU- und Nicht-EU-Staaten zwar ausgesetzt, für innereuropäische Flüge allerdings nicht. Der GeschäftsreiseVerband fordert eine vollständige Aussetzung des Emissionshandels im Luftverkehr und eine Regelung auf internationaler Ebene.

 

Die seit Jahren geplante Umsetzung eines einheitlichen europäischen Luftraums ist eine weitere Forderung des VDR. „Dadurch würden sich die Flugrouten verkürzen, der CO2-Ausstoß verringert, und Kosten von rund fünf Milliarden Euro könnten jährlich gespart werden“, erklärt Gerdom. Die aktuellen Verordnungen zur Umsetzung des europäischen Projekts „Single European Sky“ geben allerdings nicht den erforderlichen Rahmen vor, eine zügige Umsetzung voranzutreiben. Deshalb unterstützt der VDR den Vorstoß der Europäischen Kommission „Single European Sky II+“, „selbst wenn das eine Kompetenzverlagerung auf europäischer Ebene zur Folge haben sollte“, meint Gerdom. Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht u.a. vor, die Vorteile der neu geschaffenen Funktionalen Luftraumblöcke voll auszuschöpfen, die nationalen Fluglotsensysteme neu zu ordnen und die institutionellen Verflechtungen der Flugverkehr-Kontrolldienste zu trennen.

 

Für den VDR war es das Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres 2012: Der Negativ-Preis „Return to Sender“ ging an alle Städte, die die kommunale Übernachtungsabgabe erheben. Der Verband fordert die vollständige Abschaffung der „Bettensteuer“. Die rechtlich fragwürdigen kommunalen Regelungen zu der Übernachtungsabgabe verursachen einen gewaltigen und vollkommen unangemessenen bürokratischen Aufwand, der hohe Prozesskosten verursacht. Bis zur endgültigen rechtlichen Klärung setzt sich der GeschäftsreiseVerband dafür ein, bereits existierende Satzungen so auszugestalten, dass Städte und Kommunen die Rechnungsadresse der Firma auf dem Meldebogen des Hotels als Unterscheidungsmerkmal zwischen Privat- und Geschäftsreisen akzeptieren.

 

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Wirtschaft e. V. (BDI) unterstützt der VDR auch die Reformen des steuerlichen Reisekostenrechts. Angestrebt werden transparente und nachvollziehbare gesetzliche Regelungen.

 

Von der Regierung, die aus der anstehenden Bundestagswahl hervorgeht, fordert der VDR zudem die Überprüfung der Visavergabe-Praxis durch deutsche Behörden im Ausland. „Visa-Schranken verhindern den Handel mit den entsprechenden Ländern und verursachen durch unnötig hohe Auflagen oder bürokratische Hürden Schäden in dreistelliger Millionenhöhe bei der deutschen Wirtschaft“, sagt Verbandspräsident Dirk Gerdom.

 

Der VDR setzt sich für effiziente, wirtschaftliche, sichere, ungehinderte weltweite Reisemöglichkeiten ein und fordert deshalb auch von der deutschen Regierung den bedarfsgerechten und vorausschauenden Ausbau des Straßen- und Schienennetzes zur Vermeidung von Staus und Verspätungen.

 

Die Forderungen des VDR sind unter anderem Bestandteile der Wahlprüfsteine des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW). Diese Wahlprüfsteine zu 27 verschiedenen Themen werden den Parteien in Form von Fragen gestellt. Die Antworten geben Auskunft darüber, wie die Politiker zu den Forderungen der Tourismuswirtschaft stehen. Der VDR hat sein Positionspapier außerdem an den Tourismus-, Verkehrs-, und Wirtschaftsausschuss sowie an den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Philipp Rösler und an den Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Ernst Burgbacher geschickt.

 

Der VDR vertritt die Interessen deutscher Wirtschaftsunternehmen hinsichtlich der Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen für Geschäftsreisen und Mobilität. Er setzt sich ein für effiziente, wirtschaftliche, sichere, ungehinderte, weltweite Reisemöglichkeiten für Unternehmen. Mit seinen über 530 Mitgliedsunternehmen steht er für einen Gesamtumsatz im Geschäftsreisebereich von jährlich mehr als zehn Milliarden Euro.