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Festveranstaltung und Tagung zum 30-jährigen Bestehen der Ökumenischen FriedensDekade

Erfurt/Magdeburg. "Hoffnung säen – Strategien für die Ökumenische FriedensDekade/30 Jahre Arbeit gegen Unrecht, Krieg und Militarisierung". So lautet der Titel für eine Festveranstaltung (17./18.9.) und Tagung (18./19.9.) in Erfurt zum 30-jährigen Bestehen der Ökumenischen FriedensDekade, teilte am 19.08.2010 Gerhard Bemm (Magdeburg) vom Vorbereitungskreis mit. Dabei sollen die wichtigen Friedensthemen aufgespürt werden.

 

"Es ist für uns ein großes Wagnis. Zum ersten Mal veranstalten wir ein solches Fest und eine solche Tagung. Wir möchten mit Ihnen und euch zusammen die derzeit wichtigen Friedensthemen aufspüren", heißt es in der Einladung. Sind es die Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Rüstungsexporte oder die Atomlobby gegen die es gilt aufzustehen? Es soll über zeitgemäße Strategien und Erfahrungen mit der FriedensDekade gesprochen werden. Impulse geben Menschen aus den Kirchen und Friedensorganisationen, die früher die FriedensDekade geprägt haben oder die FriedensDekade von außen beobachten, um zu sagen, worauf es derzeit ankommt.

Der Vorbereitungskreis hofft, dass viele von denen kommen, die früher einmal aktiv waren, aber auch jene, die derzeit Veranstaltungen in der FriedensDekade an ihrem Wohnort durchführen und darüber mit anderen Erfahrungen austauschen möchten und jene, die das Potential sehen, das die jährliche FriedensDekade bietet und mit den Organisatoren der bundesweiten FriedensDekade, den Kirchen und Friedensorganisationen im Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade zusammen, sich gegen Unrecht, Krieg und Militarisierung einsetzen. Sie alle sind herzlich Willkommen in Erfurt. Tagungsort vom 17. bis 19.09.2010 ist die Katholische Heimvolkshochschule Erfurt.

Geboren wurde die Idee zur FriedensDekade (anfangs "Friedenswoche" genannt) in den Niederlanden. Dort hatte der "Interkirchliche Friedensrat" die Friedenswoche eingeführt, um das Engagement der Kirchenmitglieder für Friedensfragen zu stärken. In der Vollversammlung des EYCE (Ökumenischer Jugendrat in Europa) wurde 1979 die Anregung allen Mitgliedern nahe gelegt.

Die zerstörte Frauenkirche in Dresden – im sächsischen Jugendpfarramt entstand 1980 die Idee zur FriedensDekade in der DDR. In West- und Ostdeutschland wurde die Idee gleichzeitig im Jahre 1980 aufgenommen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kirchen und Gruppen in und außerhalb der Kirchen, jeweils in Ost- und Westdeutschland gelernt haben, konstruktiv zusammenzuarbeiten und dass sie dies in ökumenischem Geiste tun. Die FriedensDekaden haben die Koinonia (Gemeinschaft) der Kirchen gefördert, den Zusammenhalt der Christinnen und Christen in Ost- und Westdeutschland verstärkt und das Friedensthema in ökumenischer Breite zu einem Schwerpunkt im Kirchenjahr gemacht. Ideen und Beispiele zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind schon frühzeitig im Rahmen der FriedensDekade verbreitet worden. Die FriedensDekaden haben wesentlich zur Vertiefung christlichen Friedenszeugnisses und zur Willensbildung in Gemeinden und Kirchen beigetragen.

Drei Dinge machen die FriedensDekade aus:
ein gemeinsames Datum, die Zeit vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahres bis zum Buß- und Bettag,
ein gemeinsames biblisch orientiertes Thema und ein gemeinsames Plakat,
die individuelle Gestaltung des Programms nach den jeweils eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Wünschen der Initiativen, Gruppen, Gemeinden und Landeskirchen sowie Diözesen.

Im Oktober 1992 beschloss die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), gemeinsam mit der Trägergruppe Ökumenische Dekade Frieden in Gerechtigkeit ein „Gesprächsforum“ zu bilden. Dieses hat die Aufgabe, jedes Jahr ein gemeinsames, biblisch orientiertes Thema und einen Plakatentwurf für die „Ökumenische FriedensDekade“ festzulegen. Die Mitglieder des „Gesprächsforums Ökumenische FriedensDekade“ setzen sich daher aus Vertreterinnen dieser beiden Gruppen zusammen.

Konkret sind dies:
Für die ACK
Martin Bahlmann, Konferenz der Landesjugendpfarrer und Landesjugendpfarrerinnen, Dessau
Mechthild Gunkel, Zentrum Ökumene der EKHN für den Reformierten Bund, Frankfurt am Main
Marina Kiroudi, ACK, Ökumenische Centrale, Frankfurt am Main
Martina Basso, Vertreterin der Freikirchen, Berlin
N.N., VertreterIn der römisch-katholischen Kirche
Für die Trägergruppe „Ökumenische Dekade Frieden in Gerechtigkeit“
Siegrid Ebritsch, Pro Asyl, Arbeitsgemeinschaft der Flüchtlinge, Frankfurt am Main
Gerhard Bemm, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Hannover
Jan Gildemeister, Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Bonn
Christine Hoffmann, Pax Christi, Berlin
Klaus Brettschneiter, Ev. Kirche Mitteldeutschland, Magdeburg
Nicole Borgeest, Evangelischer Entwicklungsdienst – Bildungsstätte Nord, Ammersbek
Jens Pohl, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Berlin
Hanna Fetköter, Versöhnungsbund (Dt. Zweig)
Martina Basso, Vertreterin der Freikirchen
Katrin Jaskulki (Ev. Kirche Württemberg)
Daneben gehören noch zum Gesprächsforum:
Oberkirchenrat Dr. Eberhard Pausch, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) , Hannover
Günter Klemm, „Knotenpunkt“, Buch im Hunsrück
Hermann Misersky, Grafik Design, AG Berliner Grafiker, Berlin
Thomas Oelerich, Fundraiser, Neuwied
Wiltrud Rösch-Metzler, Journalistin, Stuttgart
Werner Schulz, Redaktion „Zivil“, Stuttgart
Fritz Baltruweit, Haus kirchlicher Dienste, Hannover