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Gute Jugendpolitik ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft!

Berlin. Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN baut das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seine Anstrengungen aus, allen Jugendlichen gleiche Startchancen im Leben zu ermöglichen. "Wir müssen vor allem diejenigen erreichen, die in ihrem jungen Leben bereits wichtige Chancen verpasst und Anschlüsse verloren haben und die wir nur noch mit ganz gezielten Hilfen erreichen können", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf dem Aktionstag der Initiative am 23.06.2010 in Berlin. Etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden sowie zahlreiche Jugendliche waren der Einladung gefolgt. "Wir müssen es schaffen, dass Jugendliche, die Unterstützung brauchen, sie auch wirklich erhalten", so Schröder weiter. "Nur so kann es gelingen, dass keiner aus dem System heraus fällt, verzweifelt und verloren geht."

 

Nach wie vor gibt es in Deutschland zu viele junge Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, die Ausbildung abbrechen, keinen Berufsabschluss erlangen und arbeitslos sind. Die vorhandenen Angebote erreichen viele Jugendliche häufig gar nicht, sie steigen aus. Diese Ausstiege erfolgen oft an der Schwelle von der Schule in die Ausbildung. Mit bewährten Programmen, wie "Schulverweigerung – Die 2. Chance", "Kompetenzagenturen", "STÄRKEN vor Ort" und den "Jugendmigrationsdiensten" erprobt die Initiative JUGEND STÄRKEN neue Wege der Integration für diese Jugendlichen. So reintegrieren beispielsweise sogenannte Case Manager harte Schulverweigerer zurück in das Regelschulsystem oder suchen junge Aussteiger nach der Schule auf, unterstützen sie bei der Bewältigung ihrer Probleme und führen sie wieder an die vorhandenen Angebote der Berufsbildung heran.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zeichnete auf dem Aktionstag die vier Gewinnerinnen und Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs "Verborgene Talente 2010" aus. Die vier Jugendlichen haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Entwicklung genommen, wurden in die Schule zurückgeführt oder in eine Ausbildung vermittelt. "Um unsere Programme noch stärker mit den anderen vorhandenen Angeboten und Akteuren vor Ort zu verknüpfen, wollen wir gemeinsam mit den Kommunen ein neues Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region" starten", sagte Kristina Schröder. "Die Kommunen müssen die Koordinierung und Steuerung einer zukunftsorientierten Jugendpolitik übernehmen. Sie sind in Sachen Integration die zentralen Akteure. Mit dem neuen Modellprogramm wollen wir den Kommunen in Zeiten besonders knapper öffentlicher Kassen bei ihren Aufgaben den Rücken stärken." Für das neue Modellprogramm stellt das Bundesfamilienministerium in den Jahren 2010 bis 2013 ca. 15 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond zur Verfügung.