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Handlungsempfehlung Slacklinen von Kuratorium und DOSB

Dortmund. Der be Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik weist in seinem aktuellen Newsletter auf die herausgegebenen Handlungsempfehlungen des Kuratorium für Sport und Natur und des Deutschen Olympischen Sportbundes zum Umgang mit Slacklines hin

Slacklinen: Sport und Sportgerät

 

Vom simplen gespannten Kletterseil zwischen zwei Fixpunkten ausgehend, entwickelte sich die Slackline zu einem praktikablen Sportgerät – zumeist bestehend aus breiten Gurtbändern, Baumschutzunterlagen und Ratschen.

Slacklinen ist ein attraktiver Sport und trainiert Koordination, Konzentration, Naturwahrnehmung und soziales Lernen. Slacklinen ist nicht zuletzt im Sinne einer klimasensiblen Sportausübung eine vorbildliche Natursportart, da zur Ausübung lediglich zwei Fixpunkte, wie zum Beispiel Bäume, benötigt werden. Slacklinen erfreut sich seit mehreren Jahren einer wachsenden Zahl von Natursportaktiven, die ihren Sport hauptsächlich im urbanen Nahraum ausüben.

 

Parallel hierzu begann das Wohlwollen der Verwaltungen in zahlreichen deutschen Städten gegenüber dem Slacklinen sukkzessive zu schwinden. Die abwartende und abwehrende Haltung gründet sich auf mögliche Verletzungsrisiken der Bäume durch Gurtbänder sowie Vorbehalte weiterer Interessensgruppen im öffentlichen Raum.

 

Ursachen für diese Polarisierung sind mangelhaftes Wissen über die Beweggründe der Sportaktiven und die positiven Wirkungen dieses Sports, fehlerhafter Aufbau der Spanngurte sowie ein teilweise ignoranter Umgang mit dem Thema Baumschutz.

 

Slacklinen: Interessenausgleich zwischen Sport und Naturschutz

 

Im Ergebnis muss es darum gehen, die Vorteile dieser naturnahen attraktiven Sportart einerseits mit den umweltschutzbezogenen Anforderungen eines naturverträglichen Sports andererseits zu verbinden und negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden.

 

Unsachgemäß an Bäumen angebrachte Slacklines können auf ihre Befestigungspunkte folgende Auswirkungen haben:

 

1. Reibung an der Rinde: Werden Schlingen ohne Baumschutz angebracht,

entstehen durch die Bewegung des Sportlers vertikale Reibungen, die bei

regelmässiger Nutzung vor allem bei Bäumen ohne schuppige Borke zu

Abnutzungsspuren an der Rinde führen können.

 

2. Druck auf das Kambium: Auf die Fixpunkte der Slackline wirken je nach

Durchhang, Länge der Leine und Gewicht des Slackliners 5 bis 8 Kilonewton;

bei Longlines, Highlines und Stürzen/Sprüngen ist die Krafteinwirkung größer.

Hieraus resultiert eine hohe Druckbelastung, die unter Verwendung breiter

Gurtbänder oder Holzmanschetten verringert werden kann.

 

3. Schälungsschäden durch Scherkraft: Die Rinde kann durch ihren konzentrischen Aufbau radiale Belastungen aufnehmen. Eine richtig plazierte Industrierundschlinge kann den Druck gleichmässig auf eine relativ grosse Fläche verteilen und die Drehbelastung reduzieren. Wird jedoch die Befestigung am Baum zum Beispiel mit einem einfachen Ankerstich schief angebracht, kann es zu erhöhter Scherbelastung kommen. Besonders empfindlich hierfür sind Bäume in Zeiten hoher Wasserführung in den Monaten Januar bis Mai.

 

Der gesammte Text ist zu finden unter: