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Hurrelmann forderte bessere Zusammenarbeit von Bildungssystem und Berufssystem

Bonn. Für eine Neuausrichtung von Berufsorientierung und beruflicher Bildung plädiert der Soziologe Klaus Hurrelmann in einem Gastbeitrag für den [gpc newsletter 106] Migration und Ausbildung des BIBB Bundesinstitut für Berufsbildung vom 28.07.2011. Auf der Basis der Ergebnisse aus den Shell Jugendstudien zeichnet er ein eindringliches Bild der schwierigen Ausgangsbedingungen und der Grundstimmung Jugendlicher im Übergang Schule/Beruf. Er beschreibt, wie das starke soziale Gefälle nach sozialer Herkunft bei den "selbstbewussten Macherinnen und Machern" unter den Jugendlichen für eine erstaunlich zuversichtliche Grundhaltung sorgt – und bei den Verlierern im Konkurrenzkampf für Versagensängste und Resignation.

Auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft, argumentiert Hurrelmann, brauche jede der vier "Mentalitätsgruppen", die er skizziert, eine zielgenaue Ansprache – gerade wegen der demographischen Entwicklung, die zu einer Verknappung des Nachwuchses führe. Als notwendige Konsequenzen sieht er u.a. die Konzentration der Berufsorientierung auf Selbstfindung und Stärken-/Schwächenanalyse, statt den Schülerinnen und Schülern zu früh eine konkrete Berufsfestlegung aufzudrängen.

 

Eine grundlegende Haltung der Wertschätzung gegenüber allen Jugendlichen in den Bildungsinstitutionen sei ebenso wichtig wie eine finanzielle Budgetsicherheit der Einrichtungen und weitgehende Autonomie bei der Erfüllung ihres pädagogischen Auftrags. Verbindungen zwischen den beiden auseinander gedrifteten Lebenswelten Bildungssystem und Berufssystem müssten hergestellt und gestärkt werden.