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Jugendherbergen leiden unter Boykott

Jugendherbergen in Norddeutschland verzeichnen deutlich weniger Besuche von Schulklassen. Bislang seien bereits rund 15 000 Übernachtungen für das laufende Schuljahr storniert worden, teilte das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) jetzt mit, heißt es in einer Pressemitteilung der Hessischen/ Niedersächsischen Allgemeinen.

Ein Trend, der auch in Südniedersachsen schon leicht zu spüren ist. Ein Grund: Viele niedersächsische Gymnasien verzichten inzwischen vollständig auf Klassenfahrten, erklärt DJH-Geschäftsführer Bernd Dohn.

 

In der Jugendherberge Hann. Münden ist von dem Boykott noch nicht viel zu spüren, sagt Jochen Schuppe vom Deutschen Jugendherbergswerk. 2011 gab es insgesamt 9866 Übernachtungen in der Jugendherberge Hann. Münden. 2012 dann 11 546 Buchungen und 2013 mit 10 792 Übernachtungen etwas weniger.

 

Dabei waren im Jahr 2012 noch 4 613 Übernachtungen von Schulklassen, während 2013 ein leichter Rückgang auf 4 455 Übernachtungen zu verzeichnen ist.

 

In Göttingen ist jedoch ein leichter Buchungsrückgang zu verzeichnen, teilt der Leiter der Göttinger Jugendherberge, Ingo Häcker, mit: „Der Übernachtungstrend bei Schulklassen ist wechselweise, immer wieder steigend und fallend, wobei im Trend von 2011 bis 2014 ein leichter Rückgang bei uns zu verzeichnen ist.“

 

Gründe für den Rückgang sieht Häcker in folgenden Faktoren: dem demografischen Wandel und dem damit einhergehenden Rückgang der Schülerzahlen; dem Wegfall der 13. Schulklasse bei den Gymnasien und dem dadurch erhöhten Leistungsdruck; der Anhebung der Arbeitszeit der Lehrer; dem hohen Durchschnittsalter der Lehrer; der finanziellen Belastung der Eltern durch die Kosten einer Klassenfahrt und dem für Herbergen erhöhten Wettbewerb durch Hostels und Hotels.