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Kampagne gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Berlin. „Kein Raum für Missbrauch“ heißt die Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Die Kampagne geht auf die Initiative des UBSKM Unabhängigen Beauftragen für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, zurück. Mit ihr soll die Gesellschaft für das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sensibilisiert und zum offenen Diskurs angeregt werden.

Kein Raum für Missbrauch

Mit einem sichtbaren Zeichen und einprägsamen Symbol soll ein Warnsignal und eine klare Ablehnung vorn Gewalt an Kindern und Jugendlichen gesetzt werden. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen hat mit dem UBSKM eine Vereinbarung zur Unterstützung unterzeichnet. In diesem Rahmen findet in diesen Wochen die zweite Welle einer Umfrage unter Akteuren im Bereich der Mobilität mit Bildungsinhalten statt.

 

Sichere Orte für 14 Millionen Kinder in über 200.000 Einrichtungen schaffen

 

Missbrauch findet täglich, real und überall statt. Mit der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ möchte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs die breite Öffentlichkeit weiter für das Thema sensibilisieren und insbesondere Eltern und Fachkräfte ermutigen, Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt in Einrichtungen nachzufragen und einzufordern, beispielsweise in Kitas, Schulen, Gemeinden, Sport- oder Freizeiteinrichtungen. Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, dürfen keinen Raum für Missbrauch bieten. Präventions- und Interventionskonzepte engen nicht nur die Spielräume der Täter und Täterinnen ein. Sie stärken auch die Fachkräfte in ihrer Rolle als kompetente Ansprechpersonen, denen sich Kinder und Jugendliche auch anvertrauen können, wenn sie außerhalb einer Einrichtung Missbrauch erfahren.

 

Offen über sexuellen Kindesmissbrauch sprechen

 

Um die Handlungsspielräume von Tätern und Täterinnen wirksam einzuschränken, muss es einen breiten öffentlichen Diskurs zum Thema sexueller Kindesmissbrauch geben. Daher soll die Kampagne weiter die gesellschaftlichen Tabus aufbrechen, die das Thema umgeben.

 

Indem die Kampagne informiert und aufklärt, macht sie der Öffentlichkeit Mut, ohne falsche Scham und Peinlichkeit über sexuellen Kindesmissbrauch zu reden. Die Kampagne verzichtet bewusst auf eine skandalisierende und stark emotionalisierende Bildsprache. Statt Angst machender, stereotyper Bilder von heruntergefallenen Teddybären und verlassenen Schaukeln soll das weiße „X“ ein klares Zeichen gegen Missbrauch setzen, es signalisiert: Das Thema ist für uns kein Tabu! Wir wollen Räume für Kinder und Jugendliche sicher vor sexueller Gewalt machen!

 

Alle stehen in der Verantwortung

 

Beim Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt stehen alle in der Verantwortung. Jede und jeder muss ihren bzw. seinen Teil dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen ohne Missbrauch zu ermöglichen. Die Kampagne strebt daher ein gesamtgesellschaftliches Bündnis an, das allen offen steht – Einzelpersonen genauso wie starken Partnerinnen und Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede und jeder kann sich öffentlich zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt bekennen und die Botschaft der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ in ihrem oder seinem Umfeld verbreiten.

 

 

 

Aktuell findet eine Online-Befragung statt, in der erfasst wird, inwieweit sich weitere Institutionen neben dem Kinder- und Jugendreisen (Kitas, Schulen, Heime, Internate, Kliniken, Sportvereine, Jugendverbände und Kirchengemeinden) mit dem Thema sexualisierte Gewalt bisher beschäftigt haben, welche (Schutz-) Maßnahmen bereits umgesetzt wurden bzw. in Planung sind. Darüber hinaus soll die Befragung Anregungen liefern, in welchen Feldern und „wie“ Sie noch aktiv werden können.

 

Die von Ihnen eingegebenen Daten werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und sind für Dritte nicht einsehbar. Die Auswertung erfolgt anonym, d.h. die Antworten werden ohne Angaben zu Ihrer Institution ausgewertet und zu keinem Zeitpunkt der Untersuchung mit dieser in Verbindung gebracht. Bitte füllen Sie den Fragebogen bis zum 06.05.2013 aus.