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Kinder und Jugendliche in Sozialen Netzwerken

Berlin. Nach den Ergebnissen einer europaweiten Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission haben 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen und 38 Prozent der 9- bis 12-Jährigen in der EU ein Profil auf der Website eines Sozialen Netzwerkes im Internet. Ein Viertel dieser Kinder gibt dabei an, dass ihr Profil auf "öffentlich" eingestellt ist, also von jedermann eingesehen werden kann, heißt es im InfoFax 17/2011 vom 4.5.2011. Bei vielen dieser Profile werden auch Adresse und Telefonnummer preisgegeben. Die meisten jungen NutzerInnen gibt es in den Niederlanden: Dort sind schon 70 Prozent der 9- bis 12-Jährigen in Sozialen Netzwerken aktiv (Deutschland: 27 Prozent). Für die Umfrage wurden 25.000 Kinder und Jugendliche in 25 europäischen Staaten befragt.

Besorgniserregend sind diese Zahlen, wenn man ihnen die Kompetenz der Kinder und Jugendlichen beim Umgang mit ihren persönlichen Daten entgegenhält: 44 Prozent der 11- bis 12-Jährigen sehen sich außerstande, die Privatsphäre-Einstellungen ihres Profils zu ändern. Bei den 15- bis 16-Jährigen sind es nur noch 22 Prozent, die angeben, dies nicht zu können.

 

"Immer mehr Kinder nutzen soziale Netze, aber viele vernachlässigen ihre Sicherheit im Internet. Diese Kinder setzen sich großen Gefahren aus und sind leichte Beute für Stalking und Grooming", kommentiert Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. Um junge NutzerInnen in den Sozialen Netzwerken vor Übergriffen auf ihre Daten zu schützen, hatte die Kommission im Jahr 2009 die Initiative "Safer Social Networking Principles for the EU" auf den Weg gebracht. Eine Vereinbarung zwischen der EU und den Betreibern Sozialer Netzwerke. Wer sie unterschreibt, verpflichtet sich etwa dazu, die Privatsphären-Einstellungen unter 18-jähriger NutzerInnen automatisch hochzuregulieren und ihre Profile vor Suchmaschinen zu verbergen. Für Deutschland haben etwa schon Facebook, MySpace und SchuelerVZ unterschrieben – viele andere populäre Netzwerke fehlen noch.