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KOLPING-Ferienparadies Pferdeberg mit neuen Zielen

Duderstadt. Das Ferienparadies Pferdeberg hat nach drei Jahren der Rezession mit rückläufigen Übernachtungszahlen erfolgreich die Wende geschafft. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen und Umstrukturierungen im Bereich der Zuständigkeiten mit einem neuen Leitungsteam sind Klaus Bechtold, Vorsitzender des Ferienwerkes des Kolpingwerkes Hildesheim, und Geschäftsführer Josef Teltemann überzeugt, auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft gut aufgestellt zu sein, heißt es in einer am 14.02.2011 bekannt gewordenen Pressemitteilung. Um dem rückläufigen Entwicklungstrend bei den Übernachtungszahlen entgegen zu wirken, wurden bereits im Jahr 2009 mit personellen Neuzuordnungen die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit einem neuen dreiköpfigen Leitungsteam, das die Bereiche Operatives Geschäft, Verkauf & Marketing, sowie den Schwerpunkt Gästebetreuung abdeckt, wurde durch Talvan von Rauchfuß, Thomas Kleen und Janine Ley ein Aktionsplan umgesetzt, der bereits erste Früchte trägt.

 

In den vergangenen fünf Jahren sind 1,3 Millionen Euro u.a. aus Mitteln des Bundes, des Landes und  der Aktion Mensch in der Ferienanlage in die Bereiche Erneuerung der Speisesäle, Renovierung von Apartments und in den behindertengerechten Umbau der Anlage investiert worden. Die Kosten,  vom Wareneinkauf bis hin zur Energie, konnten im vergangen Jahr durch effizienten Einsatz und ohne Personalabbau erheblich gesenkt werden. Eine Kostendeckung im operativen Bereich  ist bereits bei einer Belegung von nur  23.000  Übernachtungen erreicht worden.

Kürzungen im Bereich der Förderung von öffentlichen Bildungsmaßnahmen, ein verändertes Urlaubsverhalten und insbesondere die veränderten Familienstrukturen waren der Grund für rückläufigen Gästezahlen nicht nur im Ferienparadies Duderstadt. So sind von einst 240 Ferienstätten verschiedener Träger in Deutschland nur noch gut die Hälfte übrig geblieben. Notwendigerweise waren die Verantwortlichen zu einer Neupositionierung mit dem zusätzlichen Gästesegment von Menschen mit unterschiedlichen Handicaps gezwungen.

Nach diversen Vorarbeiten im Bereich der Grundlagenschaffung für eine zukunftsorientiertes Konzept, geht es den Verantwortlichen jetzt darum noch „sichtbarer“ zu werden und neue Zielgruppen für sich zu gewinnen.

Familien mit ihrer Ausrichtung auf die Wochenenden und Ferienzeiten, gehörten in der Vergangenheit immer zur klassischen Zielgruppe der Kolping-Einrichtung. In der jüngsten Vergangenheit und in Zukunft wurden und werden neben den klassischen Familien auch verstärkt die neuen Zielgruppen angesprochen. So bietet sich das Ferienparadies Pferdeberg mit seiner barrierefreien Gestaltung, den bedingt behindertengerecht ausgestatteten Zimmern, sowie mit dem Programmen „Rolliwandern im Eichsfeld“ & „Familienurlaub mit Sprachtherapie“ eine neue Ausrichtung für unterschiedlichste  Zielgruppen  an.
„Kinderbetreuung ist hier ohnehin Standard“, sagt Teltemann, der zudem auf  eine verstärkte seelsorgerische und pädagogische Begleitung von Eltern setzt. Und so ist es kein Zufall dass die Einrichtung stärker von Behindertengruppen oder Alleinerziehenden und Patchwork-Familien angefragt wird, da viele Eltern heute im Alltagsstress mit ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag oftmals überfordert sind. Im Ferienparadies erhalten Sie den nötigen Abstand vom Alltag und Hilfestellungen, um „Familie“ wieder bewusst zu erfahren, gemäß dem Motto „Zeit die gut tut!“

Der Anstieg der Übernachtungsanfragen und -buchungen für das Jahr 2011 unterstreicht den Aufwärtstrend. Auch der Tagungsbereich soll ausgeweitet und die sechs Tagungsräume effektiver genutzt werden. In diesem Zusammenhang werden  im Juni 2011 Jugendliche aus der ganzen Welt, zu einem dreiwöchigen Sprachkurs über das Goethe- Institut in Göttingen im Ferienparadies zu Gast sein, das im Rahmen des QMJ Qualitätsmanagementes Kinder- und Jugendreisen für Unterkünfte bereits 2008 zertifiziert und mit vier Sternen für seinen Komfort durch das BudnesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. aus Berlin klassifiziert wurde.

30 Jahre nach dem ersten Spatenstich will man zudem auch wieder die Akzeptanz und Identifikation der Kolpingfamilien des Verbandes mit dem Haus  stärken. So wird auf die ehrenamtliche Hilfe gesetzt und die damit verbundenen Arbeitseinsätze, um den Gebäudekomplex, bei freier Kost und Logis, weiter zu modernisieren und vielleicht in Zukunft zu erweitern. Fast 150.00 Euro haben die Mitglieder des Verbandes bereits  durch Spenden zum Umbau beigesteuert.