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„Naturschätze des Nordens“ erspielen

Schwerin. Fischotter und Eisvogel geht es gut, wenn der Mensch mehr Bio-Lebensmittel kauft. Eine einfache Erkenntnis, die ein neues Kartenspiel des Landwirtschafts- und Umweltministeriums ebenso einfach vermittelt, so heißt es in der Pressemitteilung des Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommern.

"Naturschätze des Nordens" heißt das Quintett für die ganze Familie. Genau diese zeigt es in Wald, Feld und Gewässern. Acht Lebensräume und ihre charakteristischen Tier- und Pflanzenarten lernen die Mitspieler kennen. So gehört die Haselmaus in den strauchreichen Wald, die Zauneidechse in die trockene Heide, der Goldene Scheckenfalter auf die Blumenwiese. Zusätzlich zu den Tieren und Pflanzen gibt es in jedem Quintett eine Aktionskarte, die den Spielern zeigt, wie sie mit ihrem Verhalten zum Erhalt des Lebensraums beitragen können. Wer also Bio-Lebensmittel kauft, unterstützt die ökologische Landwirtschaft, die keinen Kunstdünger in die Gewässer leitet. So werden diese weniger belastet und der Fischreichtum bietet beste Bedingungen für Fischotter und Eisvogel.

 

Das lehrreiche Kartenspiel verweist auf die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), die vor 20 Jahren herausgegeben wurde. In Mecklenburg-Vorpommern umfassen die 235 FFH-Gebiete mit einer Fläche von rund 573.000 Hektar gemeinsam mit den 60 gemeldeten Europäischen Vogelschutzgebieten mehr als ein Drittel der Landesfläche. "In Deutschland liegen wir damit an der Spitze der Bundesländer. Es wird deutlich, dass unser Land große Naturschätze besitzt. Für diese tragen wir eine hohe Verantwortung, und das ist nicht immer einfach", sagt Minister Till Backhaus. Denn nur etwa insgesamt ein Drittel aller in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen und Arten, die in den Anhängen der FFH-Richtlinie enthalten sind, befindet sich derzeit in einem ausreichend guten Erhaltungszustand. Für eine ganze Reihe von Arten und Lebensraumtypen sei es sprichwörtlich "5 vor 12. "Hier muss umgehend oder zumindest sehr zeitnah mit geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Erhaltungszustände begonnen werden", so der Minister. "Und dafür müssen auch die erforderlichen finanziellen und personellen Kapazitäten bereitgestellt werden. In diesem Rahmen wird die zukünftige Verteilung von EU-Fördermitteln zweifelsfrei eine Schlüsselrolle spielen."

 

Das Kartenspiel wird u.a. an Schulen, die Informationszentren der Natur- und Nationalparke und Naturschutzverwaltungen verschickt.