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Paris, London, Rom – und wo bleibt Leipzig? – Diskussion über Entwicklungspotenzial bei Schüler- und Jugendreisen

Leipzig. Der Kanupark, das Asisi-Panometer und der Zoo – tolle Ziele für Schüler- und Jugendreisen, aber nicht eben mal billig für gestresste Haushaltskassen, insbesondere wirtschaftlich benachteiligter Familien. Die Glockenmänner auf dem Kroch-Hochhaus, das Stadtgeschichtliche Museum oder das täglich um 18.35 Uhr tönende Demokratie-Ei auf dem Augustusplatz – exklusive Leipziger Besonderheiten zum Nulltarif, doch reichen sie, um junge Bundesbürger für mehrere Tage an die Pleiße zu locken? U.a. diese Frage stellten sich am 29.06.2011 regionale und überregionale Reisefachleute beim Tourismusfrühstück in der Leipziger Moritzbastei.

Mit dem Hostel Central Globetrotter, dem A & O Hotel and Hostel und dem Hostel Sleepy Lion – allesamt fußläufig in  Hauptbahnhofnähe – beherbergt Leipzig inzwischen drei Adressen, die sich mit Übernachtungspreisen ab 12,50 Euro im Acht-Bett-Zimmer pro Nacht an ein dankenswertes heranwachsendes Reisepublikum wenden. Der Erfolg gibt den Konzepten recht: Die jährliche Bettenauslastung liegt mit 65 bis 70 Prozent rund zehn Prozent über den Auslastungen höherrangiger
Leipziger Hotels. „Die Gruppenangebote beim Leipziger Internetauftritt sind nicht interessant für Jugendliche. Zwei Übernachtungen für 130 Euro sprechen nicht an“, monierte Alexander Grothe, Geschäftsführer vom Hostel Central Globetrotter. Leipzigs Tourismus-Chef Volker Bremer entgegnete, dass die Nachfrage nach jugendlichen Aufenthalts-Angebotspaketen erst jetzt mit dem Dasein von mehreren Hostels eine realistische Basis hätten. „Wir werden verstärkt in sozialen elektronischen Netzwerken wie Facebook und studiVZ auf unsere Angebote aufmerksam machen“, so Bremer.
Dass es vor allem auch auf eine jugendgemäße Sprache beim Anwerben von anreisewilligen Schülern und Jugendlichen geht,
sagte Stephan Schiller vom BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. mit Sitz in Berlin. „Leipzig ist mit den sozialen Netzwerken auf gutem Weg, ein überregional noch stärker beachtetes Reiseziel zu werden.“ Ein diffuses Ost-Image rede
sich Leipzig auf jeden Fall nur ein. „Mecklenburg-Vorpommerrn ist auf dem Beliebtheitsplatz 1, nicht zuletzt auch weil die Übernachtungsanbieter ihre Angebote an alle Schulämter schicken“, gab er zu bedenken.