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Schullandheim nach Sanierung barrierefrei

Norken. Mehr als 50 Jahre nach seiner Gründung ist das Schullandheim Norken immer noch ein Hort naturnahen Lernens. Daran hat sich nichts geändert, heißt es in einem Bericht der Rhein-Zeitung vom 26.09.2011. Gleichwohl hat das Gebäudeensemble einige Neuerungen erfahren, zuletzt die Sanierung großer Teile inklusive barrierefreier Zugänge und rollstuhlgerechter Sanitäranlagen. Mit diesem Standard erhöht das Haus seine Attraktivität für (Jugend-)Gruppen.

 

Träger des Schullandheims ist der Verein der Freunde des Gerresheimer Gymnasiums aus Düsseldorf. 1954 kaufte der Verein das 1935 gebaute Jagdhaus und das 7860 Quadratmeter große Grundstück am Ortsrand. 26 Betten fanden dort Platz, doch das reichte bei weitem nicht. Mit viel Eigenleistung von Vereinsmitgliedern, Eltern, Lehrern und Schülern erfolgte der Bau des heutigen Schlafhauses mit Toiletten, des Mehrzweckraumes/Speisesaals und der Küche. Insgesamt wurden für Bau und Ausstattung damals knapp 70 000 Mark aufgewendet. 1987 erhielt das Schullandheim eine eigene kleine Turnhalle, 1992 wurde die Küche erweitert und 2003 das Jagdhaus saniert.

Die jüngste Investition mit einem Kostenvolumen von rund 140 000 Euro setzt die Reihe dieser Maßnahmen fort und macht das Schullandheim zukunftsfit. Das bezeugt auch die Zertifizierung durch das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. im Rahmen des QMJ Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen für Unterkünfte. Finanzielle Unterstützung erhielt der Trägerverein durch die Aktion Mensch (18 500 Euro), die Sparda-Bank (3500 Euro) und die Schulz & Sohn GmbH aus Düsseldorf (12 500 Euro).

Aktuell verfügt das Haus über maximal 56 Betten, es gibt fünf Vierbettzimmer, drei Sechsbettzimmer und einen Schlafraum für acht Personen (plus Unterstellbetten und Jagdhaus). Die Saison reicht in der Regel von März bis November, aber auch in den Wintermonaten sind Gäste willkommen. „Wir haben im Durchschnitt etwa 4500 Übernachtungen jährlich“, sagt Dirk Havertz vom Vorstand des Trägervereins. Ziel ist eine bessere Auslastung, etwa an Wochenenden. Einen Wert von 75 Prozent hält Havertz für realistisch: „Was uns fehlt, sind die Grundschulen.“ Allerdings wird die Kapazität auch während der Saison nicht rigoros ausgereizt: „Wenn eine Gruppe mit 30 Personen gebucht ist, bleiben die übrigen Betten in dieser Zeit unbelegt. Wir wollen, dass die Gruppen hier ungestört arbeiten und die Zeit genießen können“, sagt Havertz. Bis zu acht Beschäftigte umsorgen die Gäste, nur das vorbereitete Abendbrot müssen sie sich selbst auftischen.

Die Gästeschar besteht nach wie vor überwiegend aus Schülern des Gerresheimer Gymnasiums. Vom fünften bis achten Schuljahr verbringt jeder von ihnen mindestens einmal eine Woche in Norken. Teils wird im Mehrzweckraum unterrichtet, teils findet das Lernen draußen statt. „Bis zur Einführung der G8-Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen kamen auch die Neuntklässler, aber die fallen jetzt weg“, sagt Hausleiterin Sylke Krombach. Zum Ausgleich wünscht sich der Trägerverein mehr Anfragen durch andere Gruppen. Vorbildlich klappte das im Sommer beim Aufenthalt russischer Gäste (Kinderhilfe Tschernobyl/Tula). Auch kirchliche Jugendgruppen, Sportmannschaften und Familien sind eingeladen, den besonderen Charme des Schullandheims Norken kennenzulernen.

Insgesamt nehmen an QMJ deutschlandweit rund 400 Unterkünfte teil, die mindestens einen Schwerpunkt auf junge Menschen legen, rund 300 von ihnen sind bereits ausgezeichnet. Weitere Informationen über QMJ gibt es auf der Seite des BundesForum.