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Stellungnahmen und Positionen der AGJ – 2013

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ist das Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen ist ein Mitglied des AGJ. In seiner Sitzung im September 2013 hat der Vorstand der AGJ folgende Positionen zu aktuellen Diskussionen beschlossen:

"PRIVATE ERZIEHUNG IN ÖFFENTLICHER VERANTWORTUNG – FOLGEN FÜR DIE KOMPETENZANFORDERUNGEN IN DER KINDERTAGESPFLEGE UND DER PFLEGEKINDERHILFE" , AGJ-DISKUSSIONSPAPIER

Ausgehend von der öffentlichen Verantwortung der Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene sowie der örtlichen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe für die Leistungen nach dem SGB VIII will die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ mit diesem Diskussionspapier einen Impuls für eine Fachdebatte im Hinblick auf die Kindertagespflege und die Pflegekinderhilfe als private Erziehung in öffentlicher Verantwortung leisten. In den Blick genommen werden soll die im gesellschaftlichen und fachlichen Diskurs aufgeworfene Frage der Professionalisierung der Kindertagespflege sowie der weitergehenden Verfachlichung bzw. Qualifizierung der Pflegekinderhilfe im Hinblick auf die verschiedenen Akteure sowie strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

 

"GESAMTZUSTÄNDIGKEIT DER KINDER- UND JUGENDHILFE FÜR ALLE KINDER UND JUGENDLICHEN", AGJ-STELLUNGNAHME

Die Trennung der Zuständigkeit für Kinder und Jugendliche mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung und für Kinder und Jugendliche mit (drohender) seelischer oder ohne Behinderung in den zwei Leistungssystemen Sozialhilfe und Kinder- und Jugendhilfe ist mit Nachteilen verbunden und fördert eher exkludierende Effekte. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ spricht sich daher für eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen aus und greift in der vorliegenden Stellungnahme die zentralen Aspekte der aktuellen Debatte zur Gesamtzuständigkeit sowie die Ergebnisse und Empfehlungen der von der ASMK und JFMK eingesetzten Arbeitsgruppe „Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung“ auf.

 

"JUNGE MENSCHEN AM ÜBERGANG VON SCHULE ZU BERUF – HANDLUNGSBEDARFE AN DER SCHNITTSTELLE ZWISCHEN KINDER- UND JUGENDHILFE UND ARBEITSWELT", AGJ-DISKUSSIONSPAPIER

Ausgangspunkt des verabschiedeten Diskussionspapiers ist die besondere Hürde zwischen der allgemeinbildenden Schule und der beruflichen Bildung. Die an den Schnittstellen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Arbeitswelt auftretende, mehrdimensionale Problematik ist inzwischen von vielen Kommunen im Rahmen der Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften aufgegriffen worden, z. B. in der Weinheimer Initiative. Ebenso hat sich die Bundesagentur für Arbeit den Überschneidungen zwischen den verschiedenen Rechtskreisen gestellt. Die Bemühungen um eine verbindliche Regelung an den Schnittstellen von SGB II, III und VIII, wie von der AGJ bereits vor drei Jahren gefordert, kommen nur langsam voran. Die Gründe liegen nicht zuletzt in einer sehr unterschiedlichen Sichtweise auf die jungen Menschen in den verschiedenen Rechtskreisen. Die Träger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben einen anderen Blick auf die Leistungsberechtigten als die Träger der Arbeitsförderung und der Grundsicherung. Mit dem vorliegenden Diskussionspapier Papier rückt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, ausgehend von einer ganzheitlichen Perspektive auf die Entwicklung junger Menschen, Handlungsbedarfe an der Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Arbeitswelt in den Fokus.

 

"SCHULE ALS LEBENSORT – ANFORDERUNGEN AN SOZIALPÄDAGOGISCHES HANDELN“, AGJ-DISKUSSIONSPAPIER

Die AGJ beleuchtet in dem beschlossenen Diskussionspapier Anforderungen an das weite Spektrum professioneller Leistungen von Fachkräften in der Schule – zunächst losgelöst von der Frage, ob sie als sozialpädagogische Fachkräfte oder als Lehrkräfte in der Schule tätig sind und in welcher Funktion sie sozialpädagogisch denken und handeln. Dies erfordert eine gemeinsame, ganzheitliche Perspektive auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen (und ihrer Familien) am Lebensort Schule. Sozialpädagogisches Handeln an Schulen unterstützt junge Menschen und ihre Eltern nicht nur bei Problemen und Konflikten, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung guter schulischer Bildungsziele und -abschlüsse. Nicht zuletzt fördert es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen formalen Bildungsangeboten und offenen Lern- und Erfahrungsräumen, um das Wissen und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen optimal zu fördern. Die AGJ will mit diesem Diskussionspapier den fachlichen Diskurs an den Schnittstellen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule weiter anregen und befördern.