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Tagung zu Sinnsuche in Freizeit und Tourismus

Rust/Bensberg. Als Antwort auf die Sinnsuche in Freizeit und Tourismus nehmen sich neben Klöstern, Kirchen und Kapellen inzwischen auch Freizeitparks religiöser Themen an. So hat der Europapark Rust 2007 ein Erlebnishotel im Stile eines portugiesischen Klosters eröffnet, das als Tagungsort der Studienkonferenz „Das Religiöse im Säkularen“ der Thomas-Morus-Akademie diente, heißt es auf der Internetseite des Mitgliedes des BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. (Berlin). Inmitten einer Kulisse aus christlichen Versatzstücken wurde im Themenhotel eine Kapelle eingerichtet, die für Gottesdienste, Trauungen und Andachten genutzt wird. Kirche und Europapark versuchen durch ihre Kooperation einen Gewinn für beide Seiten zu erreichen. Die Kirchen möchten so Menschen ansprechen, zu denen ihnen sonst der Zugang fehlt, der Park erhofft sich von diesem Angebot eine Attraktivitätssteigerung. Ob es tatsächlich möglich ist, mit der „atmosphärischen Gestaltung von kirchlichen Angeboten“ Menschen außerhalb der Pfarrgemeinden zu gewinnen, bleibt abzuwarten. Es braucht jedoch „religiös weiterhin den Mut zum Experiment, den Glauben in ungeschützten und ungewohnten Situationen auszusetzen“ schreibt Michael Schrom in der Zeitschrift Christ in der Gegenwart am 3. August 2008.

Andreas Wilhelm und Martin Lampeitl, die beiden katholischen und evangelischen Seelsorger im Europa-Park, referierten zu Beginn der Veranstaltung über Angebote und Erfahrungen der Kooperation zwischen Kirche und Europa-Park. Unter dem Namen „Kirche im Europa-Park“ arbeiten die zwei Seelsorger seit Herbst 2005 unter ökumenischem Auftrag von Erzbistum und Landeskirche. Sie bieten den Besuchern einzelne thematische Events und Gottesdienste und wollen ihnen somit von Seiten der Kirchen im Europa-Park begegnen. Als Orte bieten sich hierfür besonders die norwegische Stabkirche, die Böcklinskapelle und das Hotel Santa Isabel an.

Weitere Referenten diskutierten über Fragen wie die Angebote gestaltet sein müssen, um der Sinnsuche in einer als unübersichtlich empfundenen Welt zu entsprechen, worauf ein spirituell ausgerichteter Tourismus aufgebaut werden kann und wie sich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Kirchen, Kommunen und Wirtschaftsunternehmen entwickeln lassen.

Unter der Überschrift „Gradwanderung“ sprach am letzten Tag der Veranstaltung Weihbischof Dr. Paul Wehrle der Erzdiözese Freiburg. Er ist Bischofsvikar für Hochschulen und Hochschulpastoral und zugleich zuständig für die Katholische Akademie in Freiburg und diskutierte über die Verantwortung kirchlicher Angebote im Europa-Park. Im Anschluss an die Konferenz nahmen die Teilnehmer die Gelegenheit zum Besuch des Europa-Park wahr und überzeugten sich von den vielfältigen Angeboten.