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Tourismusausschuss des Bundestages sagt Unterstützung für gemeinnützige Familienferienstätten zu

Berlin. Der Tourismusausschuss will fraktionsübergreifend die rund 120 gemeinnützigen Familienferienstätten unterstützen. Die Bundestagsabgeordneten schlossen sich einmütig dem vom Ausschussvorsitzenden Klaus Brähmig (CDU) gemachten Vorschlag an, gemeinsam mit den zuständigen Landtagskollegen nach Lösungen zu suchen, wie die Förderung von Familienferienstätten gesichert und ausgebaut werden kann, heißt es in einer am 20.10.2010 bekannt gewordenen Erklärung des Ausschusses. Zuvor hatte die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung, die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller, darauf hingewiesen, dass es bei der Kofinanzierung durch die Länder etwa bei Investitionen in Familienferienstätten einen ”Flickenteppich“ gebe. Es sei ”natürlich traurig“, wenn in einigen Ländern Bundesmittel nicht genutzt würden, da die Kofinanzierung fehle.

Die Bundestagsabgeordnete unterstrich, dass es das Ziel der gemeinnützigen Familienferienstätten sei, Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD lobten in diesem Zusammenhang, dass in den Einrichtungen keine Hochsaisonzuschläge verlangt würden. Die Fraktion Die Linke forderte, die Bundesförderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro müsse aufgestockt werden. Auf Nachfrage der FDP-Fraktion erläuterte die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, es seien im Zuge der deutschen Einheit gerade in Ostdeutschland viele neue Häuser eingerichtet worden. Mitte der 1990er Jahre habe es nahezu 200 gemeinnützige Familienferienstätten gegeben. Diese müssten sich letztlich aber auch wirtschaftlich tragen. Es sei daher notwendig, dass die Angebote ”noch populärer“ würden, um gerade einkommensschwachen Familien Aufenthalte zu ermöglichen. Auf Nachfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ergänzte Lösekrug-Möller, dass Fragen der ökologischen Bildung und gesunden Ernährung in den Ferienstätten zunehmend ins Zentrum rückten.

 

Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften zu erschwinglichen Preisen anzubieten, ist das Anliegen der rund 120 gemeinnützigen Familienferienstätten in Deutschland. Die umfangreichen Angebote der Freizeitgestaltung für Klein und Groß, die Begegnung mit anderen Familien und der Austausch von Erfahrungen geben Impulse, Neues zu entdecken, den Zusammenhalt der Familie zu stärken und Orientierung für ein sinnerfülltes Leben zu finden. Neben Erholung und Entspannung spielen Angebote zur gesundheitlichen Prävention eine zunehmende Rolle in den Familienferienstätten. Anders als bei den kommerziellen Anbietern steht nicht die Gewinnerzielung, sondern die familienorientierte Erholungsförderung der Gäste im Mittelpunkt aller Überlegungen und Aktivitäten.

 

Familienerholung wendet sich an alle Familien. Dabei werden besonders finanziell benachteiligte und/oder kinderreiche Familien, allein Erziehende sowie Familien mit behinderten oder zu pflegenden Angehörigen berücksichtigt. Die Träger der Familienferienstätten haben sich in drei Arbeitskreisen zusammengeschlossen, die wiederum die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung bilden. Zwei der Arbeitskreise sind konfessionell ausgerichtet. Alle gemeinnützigen Ferienstätten stehen – trotz unterschiedlicher Trägerschaften –grundsätzlich allen Familien offen und schaffen Zugänge zur bestehenden Vielfalt familiärer Lebensformen.

 

Die Federführung und damit die Geschäftsführung wechselt alle vier Jahre zwischen den drei Arbeitskreisen. Bis 31.12.2013 liegt die Geschäftsführung beim Evangelischen Arbeitskreis. Er ist dem Diakonischen Werk der EKD Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. angeschlossen. Mitglieder der Evangelische Familienerholung sind die Träger der evangelischen Familienferienstätten in Deutschland sowie diakonische und kirchliche Dienststellen, die ihrerseits bundesweit oder auf landeskirchlicher Ebene Aufgaben der Familienerholung wahrnehmen. Das gilt auch für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland. Ihr Vorsitzender ist Karl-Heinz Jaworski, der im BundesForum Kinder- und Jugendreisen die EKD vertritt.

 

Der Katholische Arbeitskreis für Familienerholung ist der Zusammenschluss der katholischen Träger für Familienerholung in der Bundesrepublik Deutschland. In dem Arbeitskreis sind neben den Trägern von Familienferienstätten und Feriendörfern auch Träger von Maßnahmen der Familienerholung zusammengeschlossen. Der Katholische Arbeitskreis für Familien-Erholung ist ein eingetragener Verein und ist Mitglied des Deutschen Caritasverbandes.

 

Der Paritätische Arbeitskreis für Familienerholung (PAK) ist ein Zusammenschluss der nicht konfessionellen Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie gemeinnütziger Vereinigungen, die im Bereich der Familienerholung auf überregionaler Ebene tätig sind.

 

Die Mitglieder des Paritätischen Arbeitskreises sind:

•Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (AWO)

•Der PARITÄTISCHE Gesamtverband (DPWV)

•Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat (DRK)

•NaturFreunde Deutschlands e.V. (NF).

 

In der Mitgliederversammlung des Paritätischen Arbeitskreises arbeiten mit:

•Deutsches Erholungswerk e.V., Hamburg (Mitglied des PARITÄTISCHEN)

•Familienferienhöfe e.V., Grafenhausen (Mitglied des PARITÄTISCHEN)

•Verein Feriendorf im Odenwald e.V., Fürth-Kröckelbach (Mitglied des PARITÄTISCHEN)

•Familienferienstätte Kemnather Land gGmbH, Immenreuth (Mitglied des PARITÄTISCHEN)

•Kinderhaus Bad Essen e.V., Bad Essen (Mitglied des PARITÄTISCHEN)

•AWO SANO gGmbH, Ostseebad Rerik (Mitglied der AWO).

 

Die Geschäftsführung des Paritätischen Arbeitskreises wird bis 31.12.2010 wahrgenommen von: Der PARITÄTISCHE Gesamtverband, Hauptgeschäftsstelle Berlin, der Mitglied im BundesForum ist.

 

Zahlreiche Familienferienstätten beteiligen sich bereits am QMJ Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen des BundesForum. Dazu gehören u.a. das Evangelische Familienferiendorf Boltenhagen, die Familienferienstätte St. Otto in Zinnowitz, das KOLPING Ferienparadies Pferdeberg in Duderstadt, das Regenbogenland – Urlaub mit Kolping in Olpe, das Naturfreundehaus Priwall in Lübeck, das Naturfreundehaus Kalifornien in Schönberg und das AWO SANO Ferienzentrum Oberhof. Insgesamt arbeiten über 300 Einrichtungen aus ganz Deutschland bei QMJ mit. Eine vollständige Übersicht gibt es in der Datenbank Holidays for all von oits organisation du tourisme social mit Sitz in Brüssel, in der das BundesForum (Vorstands)Mitglied ist.