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UN-Behindertenrechtskonvention mit Leben füllen

Das Kabinett von Mecklenburg-Vorpommern hat einen „Maßnahmeplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ verabschiedet, heißt es in einer Pressemitteilung vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern. Davon profitieren Menschen mit Behinderungen. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Inklusion getan.

„Wir wollen eine inklusive Gesellschaft, das heißt ein Leben ohne Ausgrenzung. Dafür brauchen wir einen Bewusstseinswandel: Behinderungen müssen als Vielfalt des menschlichen Lebens anerkannt werden“, sagte Sozialministerin Manuela Schwesig. „Menschen mit Behinderungen müssen selbstbestimmt in der Mitte der Gesellschaft leben können. Das zu fördern, ist unser aller Aufgabe.“ Alle Ressorts der Landesregierung sowie der Integrationsförderrat sowie die Vereine und Verbände von Menschen mit Behinderungen haben den Maßnahmeplan gemeinsam entwickelt. „Es kommt darauf an, die UN-Behindertenrechtskonvention mit Leben zu füllen und Barrieren mit konkreten Ideen abzubauen“, so Schwesig.

 

Im Bereich Gesundheit fördert die Landesregierung nur Vorhaben, die barrierefrei sind, wie zum Beispiel die Warnow Klinik in Bützow und das MediClin Krankenhaus in Crivitz. Aber auch bei anderen Bauprojekten geht es voran. So wird beim Umbau des Amtsgerichtes Güstrow auf Barrierefreiheit geachtet, genauso wie beim Umbau des Hauptgebäudes der Uni Rostock. Auch der Zugang zu Gesetzestexten wird erleichtert: Der Text des Landesbehinderten- gleichstellungsgesetzes und der Rechtsverordnungen sind in Gebärdensprachvideos für Menschen mit Hörbehinderungen verfügbar. Darüber hinaus ist ein Hörbuch zum Landesblindengeldgesetz geplant. Das Bildungsministerium wird bis zu 2.000 Lehrerinnen und Lehrer im Themenfeld Inklusion mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) fortbilden.