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14.5.2020 Online-Petition #rettetdieJugendreisen startet heute

Jugendreisen sind Jugendarbeit

Die Befürchtung ist groß: „Eine Branche stirbt“, bringt es die  Initiative #rettetdieJugendreisen auf den Punkt. Nach dem vorübergehenden Stopp von Schul- und Klassenfahrten durch die Kultusministerien der Länder, braucht die Branche jetzt eine Perspektive. Mehr als eine halbe Million Menschen allein in Deutschland leben vom – zumeist klein-strukturierten – Touristik-Segment für Jugendreisen und Schulfahrten. „Jugendreisen sind Jugendarbeit“, betont Reisenetz-Vorstandsvorsitzender Holger Seidel, „betreute außerschulische Lernorte spielen in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle.“ Kultureller Austausch sei Basis einer toleranten Gesellschaft.  Sofortmaßnahmen seien dringend notwendig, staatliche Unterstützung für viele überlebenswichtig: „Wenn jetzt nichts passiert gibt es bald kaum noch Angebote und schon gar keine bezahlbaren mehr“, so Seidel weiter. Die Corona-Krise gefährde zahlreiche Veranstalter, Programmanbieter und Jugendunterkünfte. Ein Anstieg der Kosten für Klassenfahrten und Ferienfreizeiten um bis zu 50 Prozent sei „mehr als realistisch“. Rund ein Drittel der Kapazitäten – quer durch alle Segmente – könnte wegfallen.

Aus für Klassenfahrten? 

Jedes Jahr gehen mehr als zwei Millionen Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen auf Klassenfahrt. Das sind rund 80.000 mehrtägige Fahrten – und die, so die Initiatoren, muss es auch nach der Krise noch geben. „Jugendreisen, Klassenfahrten sind bildungs- und damit systemrelevant“, betont auch Oliver Winter, CEO der Hostelkette a&o, „sie sind unverzichtbar – für eine weltoffene Jugend und demokratische Gesellschaft.“ Aktuell werden in keinem Bundesland Neubuchungen von Klassenfahrten genehmigt – weder für kommenden Herbst noch für 2021. Carsten Herold, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands führender Schulfahrtenveranstalter e.V. „Wir müssen zudem um die berechtigten Stornierungskosten für abgesagte Klassenfahrten kämpfen und haben keine Chance, für die Zukunft zu planen. Das könnte auch längerfristig das Aus für Klassenfahrten bedeuten.“

 

Weitere Unterstützer u.a. Bundesforum, Verband Deutscher Schullandheime, alpetour und ruf Jugendreisen 

#rettetdieJugendreisen ist ein Schulterschluss zahlreicher Akteure auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendreisen.  Kristina Oehler, ruf Jugendreisen: „Nicht nur Kinder und Jugendliche brauchen Zeit unter Gleichaltrigen, auch die Eltern werden nach  wochen-, teils monatelanger Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling dringend Atempausen und Abstand brauchen.“ Insgesamt beteiligen sich mehr als 150 Verbände und Unternehmen an der Initiative, neben den Hotel- und Hostelketten a&o, Meininger und Generator, auch der  Schulfahrtenveranstalter der Deutschen Bahn, DB Klassenfahrten, alpetour, ruf Jugendreisen sowie GO Jugendreisen. Auch weitere Verbände wie das Bundesforum Kinder und Jugendreisen, Verband Deutscher Schullandheime e.V. und der Bundesverband der Individual- und Erlebnispädagogik unterstützen die Initiative.

Begleitet wird die Online-Petition von einem Video, das eindringlich an junge Menschen, Lehrer und Familien sowie alle Verantwortlichen appelliert: „Gib uns deine Stimme und unterzeichne die Petition“.

#rettetdiejugendreisen

#rettetdieklassenfahrten

#deinestimmefuerjugendreisen


Die Initiative wird unterstützt von:

·         Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.
·         Bundesforum Kinder- und Jugendreisen e.V.
·         Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. (FDSV)
·         Generator Hotels & Hostels
·         Jugendreise Akademie e.K.
·         Landesverband für Kinder- und Jugendreisen Berlin-Brandenburg e.V.
·         Meininger Hotels
·         Verband Deutscher Schullandheime