Berlin. Der Recherchen-Verlag hat in einer aktuellen Umfrage unter rund 50 Austauschorganisationen nach den beliebtesten Austauschländern der Jugendlichen gefragt, die das Schuljahr 2010/2011 im Ausland verbringen werden. Dabei sind die USA mit rund 9.460 Schülerinnen und Schülern das Traumland Nummer 1, heißt es in einer Pressemitteilung vom 24.07.2010. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen zählt ein Austauschschuljahr in den USA mit zu den preisgünstigsten, zum anderen übt das Land nach wie vor eine starke Faszination auf Jugendliche aus.
Aber die Nachfrage nach anderen, vorwiegend englischsprachigen Ländern steigt. Über 7.800 Schülerinnen und Schüler verbringen ihr Austauschjahr in einem der rund 40 Ländern, die neben den USA angeboten werden. Dabei sind Kanada, Neuseeland, Australien, aber auch England, Irland und Südafrika die beliebtesten englischsprachigen Ziele. Mehr als 120 Jugendliche besuchen beispielsweise ein Jahr in Japan die Schule, 350 Teilnehmer zieht es zu einem Schüleraustausch nach Frankreich.
Bei vielen Schülerinnen und Schülern stehen neben der Neugier auf eine andere Kultur vor allem Karriereaspekte und bessere Sprachkenntnisse im Vordergrund. Rund 95% der deutschen Austauschschüler besuchen ein Gymnasium, Real- oder Hauptschüler sind kaum vertreten. Noch ist der Trend zum Schüleraustausch ungebrochen, doch hohe Kosten, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sowie mangelnde Unterstützung von Lehrern, Schulen und Behörden sehen Eltern und Schüler als Haupthindernisse bei einem Austauschjahr. Etwa drei Viertel der Teilnehmer stammen aus sehr guten bis gehobenen finanziellen Verhältnissen. Obwohl rund zwei Drittel der Austauschorganisationen Stipendien vergeben, liegt die Finanzierung im Wesentlichen bei den Eltern. Dementsprechend hoch sind auch die Anforderungen, die Eltern und Schüler an die Austauschorganisationen stellen. Gute Organisation und Betreuung während des Schuljahres stehen im Mittelpunkt aber auch die Vor- und Nachbereitung aller Beteiligten. Das Jahr will also gut geplant sein. Alles für eine erfolgreiche Bewerbung und optimale Vorbereitung, was man für sein Geld erwarten kann, Tipps zu Schule, Gastfamilie und Freunden, Checklisten mit Preisen, geprüften Einzelleistungen und Kurzportraits der Organisationen können im Buch „Ein Schuljahr in den USA und weltweit“ (Christian Gundlach, Sylvia Schill ISBN 3930902109 EUR 16,90) nachgelesen werden. Der Titel sowie ein kostenfreier Newsletter zum Thema Schüleraustausch können unter www.schueleraustausch.de bestellt werden.
Die Austauschländer und Teilnehmerzahlen im Überblick: Alphabetische Länderliste: Ägypten 16, Argentinien 281, Aserbaidschan 3, Australien 1121, Belgien 11, Bolivien 28, Brasilien 195, Bulgarien 10, Chile 61, China 99, Costa Rica 158, Dänemark 28, Dominikanische Republik 20, Ecuador 67, England 609, Estland 20, Finnland 69, Frankreich 350, Ghana 10, Honduras 24, Honkong 11, Indien 34, Indonesien 4, Irland 330, Island 3, Italien 59, Japan 122, Kanada 1928, Kolumbien 10, Lettland 28, Litauen 5, Malaysia 35, Mexiko 66, Moldawien 5, Neuseeland 1302, Niederlande 8, Norwegen 65, Panama 38, Paraguay 45, Peru 12, Philippinen 4, Polen 14, Portugal 10, Rumänien 8, Russland 28, Schottland 22, Schweden 49, Schweiz 8, Serbien 3, Singapur 8, Slowakei 8, Spanien 170, Südafrika 150, Südkorea 6, Taiwan 13, Tansania 2, Thailand 48, Tschechien 7, Türkei 17, Ukraine 3, Ungarn 24, Uruguay 40, Venezuela 36.
Gemeinnützige Organisationen senden insgesamt 4.753 Teilnehmer in die weite Welt, gewerbliche Anbieter insgesamt 12.675 Schüler. Nach Deutschland kommen über gemeinnützige Anbieter 1.679 Schüler, über nicht gemeinnützige insgesamt 516 Teilnehmer.
Seit 1995 bietet der Recherchen-Verlag Schülern, Eltern, Lehrern und allen Interessierten durch seinen Ratgeber ‚Ein Schuljahr in den USA’ (Christian Gundlach, Sylvia Schill) eine transparente und neutrale Marktübersicht der deutschen Austauschorganisationen. Damit hilft er nach eigenen Angaben bei der Entscheidungsfindung und trägt auch zur Qualitätsverbesserung des Schüleraustausches bei. In dem Diskussionsforum sowie einem Chatroom auf der Webseite www.schueleraustausch.de können Schüler, Eltern und alle Interessierten Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen. Als weitere Internetservices bietet er Erfahrungsberichte, Tipps, Termine und Links sowie einen monatlichen Newsletter mit aktuellen Infos rund um den Schüleraustausch weltweit. Darüber hinaus hält er Vorträge zum Beispiel auf Jugendmessen oder Schulveranstaltungen.
Zahlreiche Partner des BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. mit Sitz in Berlin bieten Schüleraustausch an. Sie müssen sich alle an die Qualitätskriterien und Leitsätze des BundesForum halten. Zusätzlich arbeiten sie zusätzlich in anderen Qualitätsorganisationen mit.
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