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Höllenhitze Mittelmeer: Düstere Klimaprognose für Urlaubsziele

Umweltgruppen wie der WWF und Greenpeace warnen vor der zunehmenden Hitze und Trockenheit in den Mittelmeerländern. Was sich derzeit abspielt sei nur ein Vorgeschmack auf künftige Sommermonate. Wenn nämlich die durchschnittlichen Temperaturen der Region um zwei Grad steigen, wird aus den Urlaubsparadiesen eine ungemütliche Gegend, so lautet der Grundtenor eines Klimaberichts, den der WWF Anfang Juli in Wien vorgestellt hat.

Ein Temperaturanstieg um wenige Grad im Jahresdurchschnitt hätte jedenfalls gravierende Auswirkungen: Die Hitzewellen würden bis zu sechs Wochen lang werden, die Temperaturspitzen würden auf über 35 Grad klettern, die Niederschläge würden noch weiter zurückgehen und dazu führen, dass bis zu 40 Prozent der Ernte ausfallen. Hinzu kämen eine steigende Waldbrandgefahr sowie gravierende Wassermängel, die auch den Fremdenverkehr betreffen. Darunter leiden wird nicht nur der Tourismus, sondern auch die Landwirtschaft. Derzeit sind die Mittelmeerländer die bevorzugten Urlaubsdestinationen der Europäer und die beliebtesten Ziele junger Leute. 30 Prozent aller Touristen weltweit verbringen ihren Urlaub in diesen Staaten.

"Um den unwiderbringlichen Schaden für die betroffenen Länder abzuwenden, muss umgehend gehandelt werden. Der Klimawandel ist nur durch eine radikale Verminderung der Treibhausgasemissionen in den Griff zu bekommen", so der WWF-Klimaexperte Markus Niedermair. Ähnlich sehen auch die Experten der Umweltorganisation Greenpeace die Situation. Das Klima in Südspanien sei bereits sehr ähnlich jenem der nordafrikanischen Länder. Zunehmende Versteppung bedroht die Landwirtschaft, meint Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer zu pressetext.

Der Klimawandel sei Viagra für den Alpen-Tourismus, meinte der Wiener Zukunftsforscher Andreas Reiter bei der Tagung der Österreichischen Hoteliervereinigung, die vor kurzem in Salzburg stattfand. Diese Ansicht lehnt Mayer jedoch ab. "Das mag für den Sommerfremdenverkehr eventuell gelten. Die Mehrzahl der Touristen kommt allerdings im Winter", so Mayer. Dass es in den Wintersportzentren vermehrt zu schneelosen Saisonen kommt, ist Tatsache. Auch das Abschmelzen der Gletscher ist in den Alpenländern Tatsache. "Klimawandel ist definitiv nicht profitabel", fasst Mayer zusammen. Dies müsse in die Köpfe der Menschen. "Der einzige Weg aus der Krise ist die Verminderung der Treibhausgasemissionen." Und dies sei nur gemeinsam möglich.